Wenn Sie Ihr T-Shirt besticken lassen möchten... Tolle Stickerei

„Drucken Sie nur oder besticken Sie auch?“

 

… eine doch häufige Formulierung, wenigstens einmal die Woche bekommen wir diese zu hören. Die Frage beinhaltet im Kern schon den Standpunkt, dass das Besticken im Volksmund als ein wertigeres Textilveredlungsverfahren angesehen wird als der „Standard“ T-Shirt Druck. Obwohl der T-Shirt Druck mit seinen vielen Facetten deutlich komplexer ist als der reine Stick. Nichtsdestotrotz, eine gut gemachte Stickerei, wertet jedes Poloshirt, Hemd oder Cap deutlich auf.
Meinen Kunden rate ich zu Beginn immer, das passende Produkt zum Veredlungsverfahren zu wählen. Gerade beim Besticken ist es wichtig ein Grundprodukt zu wählen, dass stark genug ist einen Stick zu präsentieren. In meinen Augen wirkt ein gesticktes Motiv auf einem T-Shirt immer unpassend. Der dünne Stoff ist dem festen, leicht starren Motiv keine gute Präsentationsoberfläche. Die grobe Piqué-Struktur eines Poloshirts hingegen, passt deutlich besser zu den oftmals plastisch anmutenden Garnflächen eines Stickmotives. Das benötigte Vlies auf der Innenseite des Textils dient als „Wandverstärkung“ und bietet der Nadel & dem Garn zusätzlichen Halt. Manche Vliese lösen sich beim Waschen auf, andere bleiben dauerhaft. In jedem Fall ist eine gestickte Oberfläche viel fester als ein gedrucktes Motiv. Passende Grundlage sind hier Polos, Sweatshirts, Hemdkragen und Brusttaschen, Mützen, Kappen und Tragetaschen. Handtücher, Bademäntel und natürlich Fleeceprodukte sind optimal für genähte Logos & Co.
Auch Faber lässt bestickenSchön am Stick ist natürlich das aufwendige Spiel mit dem Faden an sich. Eine schlichte Stickerei, beispielsweise auf einer grünen Softshell-Jacke. Wählt man hier eine Garn-Farbe, die nur weinige Nuancen dunkler grün ist als die Jacke,arbeitet man Ton-in Ton. Durch geschicktes punchen (Bearbeiten des Stickmotives) kann man die Fadenrichtung beinflussen. Z.B. bei Bögen im Motiv den Faden dem Bogen folgen lassen, den Faden parallel platzieren, über Kreuz sticken, untersticken um an Höhe zu gewinnen, Konturen seperat absticken um einen sauberen Rand zu kreiren,uvm… Das Licht und Schattenspiel, selbst bei einfarbigen Motiven ist toll. Der Effekt, es wirkt edel. Auf diesem Weg finden Monogramme, Logos & Vereinsnamen oder Wappen ein ideales Verfahren hochwertig aber schlicht auf Textil gebracht zu werden.
Vor allem bei Arbeitskleidung ist das Besticken ein nicht weg zu denkendes Thema. Textlien die häufig und heiß gewaschen werden müssen, sollten bestickt werden. Arbeitshosen oder Jacken zum Beispiel. Somit zählen viele Weingüter (gestickte Wappen), Vereine, Firmen und Bauunternehmungen zu unseren Kunden mit bestickten Produkten.
Interessant ist auch die Farbvielvalt beim Besticken. Es gibt wahrlich tausende feinste Farbabstufungen bei den Garnen. Wirklich jede denkbare Farbe kann gewählt werden. Bishin zu Effektfarben und Metallgarnen wie silber, bronze und gold!

Zurück zu unseren Kunden-Fragen: „Was kostet denn so´n Stick bei Ihnen?“ Nun, an diesem Punkt wird es komplizierter als beim „einfachen“ T-Shirt bedrucken. Stick wird seriös kalkuliert anhand der nötigen Nadelstiche um das Motiv darzustellen. Richtig! …das kann kein Mensch im Kopf abschätzen. Erfahrene Sticker haben sicher ein Gefühl dafür, aber Hand und Fuss bringt erst entsprechende Software. Die Punch-Software. Das Logo wird eingespeist und in Garnlinien umgerechnet. Und zwar Stich für Stich. Zunächst automatisiert, anschließend von Hand korrigiert und gesäubert. Das Endprodukt ist eine Datei, früher als Stickkarte bekannt. Diese Datei gibt der Stickmaschine jedes Löchlein und Fadenrichtung im Detail vor. Bis zum fertigen Motiv.
Kostenverursacher Nummer eins ist einfach die nötige Zeit das Motiv zu sticken. Ein komplexer mehrfarbiger „Biker-Adler“, wie wir ihn von entsprechenden Westen kennen, kann schonmal eine dreiviertel Stunde laufen! Und das bei gut und gerne 1.000 Stichen pro Minute! Somit muss sich dies auch finanziell bemerkbar machen. Zweiter Kostenpunkt ist die Stickdatei. Als anfallende Grundkosten beinhaltet sie das Erstellen der nötigen Datei. Sofern nichts an Größe und Farbigkeit des Motives geändert wird, fallen diese Kosten bei Folgeaufträgen nicht an. Punchkosten liegen in der Regel zwischen 25,- und 100,- Euro. Darüberhinaus kosten Garn und Vliese natürlich auch Geld, sind aber kaum Kostenfaktor.
Um die entstehenden Grundkosten zu rechtfertigen sollten Stickaufträge also eine Mindestauflage von 25-30 Teilen aufweisen. Kostenreduzierend sind Vektordaten, da diese schneller und sauberer gepuncht werden können.

Ein gern genutzter Tipp ist auch, die Motivgröße nachhaltig zu wählen. Also zB. eine Motivgröße auf der Herzseite Ihrer Polos kann so gewählt werden, dass diese später im Folgeauftrag für Caps passend ist. Somit muss nicht erneut gepuncht werden und es fallen keine Grundkosten an!

Bezüglich der Motivwahl möchte ich festhalten, dass nicht jedes Motiv stickfähig ist! Zu große Flächen lassen den Tragekomfort leiden, während kleine Details verloren gehen. Zu dünne Schriften müssen verstärkt werden und Freiflächen im Motiv müssen teils in Textilfarbe ausgestickt werden um saubere Einzelheiten abzubilden…

Ein komplexes Feld mit zugegeben schönen Ergebnissen. So viel zum Thema Sticken an dieser Stelle.
Generell gilt: „Fragen kostet nix!“ Bei konkreten Anfragen bitte einfach samt Motiv an uns wenden. Gerne sticken wir auch Ihren „Biker-Adler“ und stehen wie gewohnt mit Rat und Tat zur Seite. 😉

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Kommentare 2

  1. Habe vor zwei Jahren einen T-Shirt Satz von 35 Stück bei euch besticken lassen und ich liebe diese Shirts noch bis heute. Bei keinem der Träger zeichnen sich Zeichen der Abnutzung bei den Stickereien ab. Echt Luxus im Gegensatz zu mancher Bepflockung!

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